Ratgeber & Tips

Unser Ratgeber: Tipps & Tricks vom Ofenbauer

Tipp 1

Welcher Ofen passt zu mir? 
Eine kleine Entscheidungshilfe

Die Auswahl an Öfen ist groß. Um das perfekte Modell für Sie zu finden, sollten Sie sich vorab eine wichtige Frage stellen: Wie möchten Sie die Wärme nutzen?

  • Sie suchen schnelle Wärme und wollen Feuer sehen? Dann ist ein Heizkamin oder ein Kaminofen die beste Wahl. Er gibt nach dem Anfeuern schnell Wärme an den Raum ab und bietet durch große Sichtscheiben ein tolles Flammenspiel. Perfekt für den Feierabend!
  • Sie wünschen sich stundenlange Dauerwärme mit wenig Aufwand? Hier ist der Kachelofen oder Grundofen der absolute Meister. Sie heizen oft nur einmal am Tag ein, die schwere Speichermasse nimmt die Energie auf und strahlt sie dann über viele Stunden bis zum nächsten Tag als gesunde, milde Wärme ab.
  • Sie möchten Kochen, Backen und Heizen verbinden? Ein Küchenholzherd bringt die nostalgische Gemütlichkeit – kombiniert mit moderner Verbrennungstechnik – zurück in Ihre Küche.
  • Sie möchten das ganze Haus heizen? Über wasserführende Ofentechnik lässt sich Ihr Ofen (egal ob Kamin- oder Kachelofen) an die Zentralheizung anschließen, um Warmwasser für alle Räume zu erzeugen.

Sie sind sich noch unsicher? Jeder Raum und jeder Heizbedarf ist anders. Rufen Sie uns einfach an – wir schauen uns Ihre Wohnsituation an und planen den Ofen, der genau zu Ihrem Leben passt.

Tipp 2

Freie Sicht aufs Feuer: 
So reinigen Sie Ihr Ofenglas richtig

Verrußte Ofenscheiben müssen nicht sein, und teure Spezialreiniger brauchen Sie dafür auch nicht. Das beste Mittel liegt direkt in Ihrem Ofen!

  • Der Asche-Trick: Feuchten Sie ein Stück Zeitungspapier oder Küchenrolle leicht an und tippen Sie damit in die helle, feine weiße Asche im Ofenraum (Achtung: Nehmen Sie keine harten Kohlestücke, die könnten das Glas zerkratzen).
  • Reiben und Wischen: Reiben Sie die Scheibe mit dem aschebeschichteten Papier in kreisenden Bewegungen ab. Die Asche wirkt wie ein ganz sanftes Schmirgelpapier und löst den Ruß problemlos.
  • Nachwischen: Wischen Sie mit einem sauberen, feuchten Papiertuch nach – fertig ist der glasklare Blick aufs Feuer.
  • Unser Profi-Tipp: Wenn die Scheibe extrem schnell verrußt, liegt das meist an zu feuchtem Holz oder einer falschen Luftzufuhr. Wir beraten Sie dazu gerne!

Tipp 3

Den verputzten Ofen streichen: 
Darauf müssen Sie achten

Ein verputzter Ofen lässt sich wunderbar in die Raumgestaltung integrieren. Wenn Sie ihm einen neuen Anstrich verpassen möchten, dürfen Sie allerdings nicht zum erstbesten Farbeimer greifen.

  • Keine normale Wandfarbe: Herkömmliche Dispersionsfarben (Standard-Wandfarbe) enthalten Kunststoffe. Diese können bei den hohen Temperaturen am Ofen unangenehm riechen, sich verfärben oder sogar abblättern.
  • Die Lösung – Mineralfarben: Verwenden Sie für Ihren Ofen ausschließlich mineralische Farben, am besten eine reine Silikatfarbe. Diese ist extrem hitzebeständig, atmungsaktiv und bindet sich optimal mit dem Putz.
  • Der Untergrund: Achten Sie darauf, dass der Ofen beim Streichen komplett ausgekühlt ist und der Putz staubfrei und tragfähig ist.

Tipp 4

Thema: 
Brennholz

Ein Ofenbau-Meisterstück ist immer nur so gut wie das Holz, mit dem es befeuert wird. Das richtige Brennholz sorgt nicht nur für ein wunderschönes Flammenspiel und viel Wärme, sondern hält auch Ihre Ofenscheibe sauber und schont die Umwelt.

Hier sind unsere Tipps für Ihr Brennholzlager:

  • Das A und O – richtig trocken muss es sein: Die goldene Regel beim Heizen! Holz sollte eine Restfeuchte von unter 20 Prozent haben. Meist bedeutet das: Zwei bis drei Jahre gut durchlüftet und vor Regen geschützt lagern (nicht Luftdicht in Folie packen).  Zu feuchtes Holz heizt kaum, qualmt stark, verrußt die Scheibe und schadet langfristig dem Schornstein.
  • Hartholz (Buche, Eiche, Esche) für lange, gemütliche Abende: Hartholz verbrennt deutlich langsamer und entwickelt ein fantastisches, ruhiges Flammenbild sowie ein langanhaltendes Glutbett. Besonders Buche ist der absolute Liebling unter den Brennhölzern, da es gleichmäßig abbrennt und sehr viel Energie liefert. Perfekt für Kamin- und Kachelöfen!
  • Weichholz (Fichte, Kiefer) für schnelle Hitze: Nadelhölzer brennen schneller ab und bringen den Ofen zügig auf Temperatur. Sie eignen sich hervorragend als feines Anfeuerholz. Ein netter Nebeneffekt: Das enthaltene Harz sorgt für das wunderbare, typische Knistern im Ofen. (Da Nadelholz zu Funkenflug neigen kann, ist es für vollkommen offene Kamine weniger geeignet – in unseren geschlossenen Öfen ist das aber gar kein Problem).
  • Die richtige Größe macht den Unterschied: Zu dicke "Prügel" brennen schlecht an und schwelen eher vor sich hin. Ein ideales Holzscheit hat etwa die Dicke einer kräftigen Männerwade.

Unser Profi-Tipp für das Anfeuern: Kennen Sie schon das Heizen von oben nach unten? Stapeln Sie zwei bis drei dickere Scheite unten in den Ofen. Darauf legen Sie kreuzweise etwas dünneres Holz und ganz obendrauf das feine Anzündholz mit einem Bio-Anzünder. Das Feuer brennt sich dann wie bei einer Kerze langsam und kontrolliert nach unten durch. Das ist extrem rauch- und emissionsarm und hält das Glas Ihres Ofens blitzsauber!

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